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Serviceplan International #1: Unterwegs in Seoul

Seit die Welt Gangnam Style steil geht, weiß spätestens jetzt jeder, dass es Südkorea gibt. Südkorea ist nicht nur bekannt für Chaebol, K-Pop und Kimchi, sondern auch für seine einzigartige Geschichte, die durchsetzt ist von legendären Drachen, weitsichtigen Königen und dem letzten eisernen Vorhang.

Seoul (서울) mit seinen 23.616.000 Einwohnern ist an sich ja schon ein Erlebnis, da es einfach eine irrsinnig große Stadt ist, umringt von Bergen und Meer. Und wo kann man sonst mit der Metro in die Berge fahren, die dann schon Klettersteigniveau haben. Gewohnt habe ich in einem Hotel im Fremdenviertel Itaewon, nur einen Sprung entfernt von Liquid Campaign, der Dependance unseres Netzwerkes in Südkorea. Auf dem täglichen Weg zur Agentur konnte man schon sehr gut den Vibe der Stadt spüren. Hier ist das Stadtbild so dynamisch, dass, wenn man sich einmal im Kreis dreht, schon wieder alles anders ist. Den digitalen Fortschritt braucht man eigentlich nicht zu erwähnen, gefühlt ist Deutschland dagegen digitale Steinzeit. Mobile Broadcasting ist hier Standard. Zum Glück, da die Pendelzeiten für die, die nicht in Agenturnähe wohnen, lang sind.


Aber wie läuft so ein Agenturalltag im Ausland ab?
Aus der Sicht eines „Arters“ eigentlich ähnlich wie „dahoam“: Frühstücken, Kaffee holen, mit Hilfe von Händen und Füßen mit Arbeitskollegen auf dem Flur quatschen und dann auch mal – natürlich auf Englisch – Briefings von den Account-Ladies abholen. Englisch beherrschen ist schon essentiell, um so einen Austausch zu machen, im besten Fall natürlich Koreanisch! Ein Tipp: „Maegju joseyo“, „Ein Bier bitte!“, reicht für den Anfang. 😉

Bei Liquid Campaign habe ich hauptsächlich auf zwei großen integrierten Projekten für BMW gearbeitet. Hier hatte ich auch mit Profero Tokyo zu tun. Sehr spannend, diese internationale Zusammenarbeit. Zudem kam auch ein Job für eine App für Lanxess dazu. Eine Erstellung eines Agenturvideos war auch dabei. Im Großen und Ganzen das was ich auch in Deutschland mache, deshalb war für mich die Eingewöhnungsphase nur kurz. Das Einzige, was etwas anders ist, ist natürlich das Schriftsystem Hangul. Der Vorteil dieser Schrift ist, dass sie analog zu unserem Alphabet aufgebaut ist. Das heißt, jeder unserer Buchstaben hat ein Pendant in Hangul. Außer z.B. das X, das wird mit G und S umschrieben. Dadurch kann man recht schnell lesen lernen. Trotzdem bleibt die Bedeutung dann noch unklar. 😉 Das Schriftsystem hat übrigens der oben erwähnte weitsichtige König Sejong der Große 1443 eingeführt.

Abends geht man dann mit dem Team zusammen essen und trinken. Koreanische Mahlzeiten sind auch ein Highlight! Von Seegurken, Seesternen, dem Klassiker Kimchi (eingelegter scharfer Weißkohl, macht süchtig!),  Nudelsuppen, koreanischer Pizza auf der sich alles bewegt, bis hin zu Hundesuppe gibt’s alles was man sich nur vorstellen kann – oder auch nicht.
Und man darf die Hangover-Soups nicht vergessen, extrem scharf und  teilweise das Einzige, was man auf einer ländlichen Speisekarte lesen kann, da es Englisch aufgeführt wird. Warum wohl? Geselligkeit ist ein großes Thema, man isst immer im Kreis von Familie oder Kollegen und nie alleine. Es gibt eigentlich auch gar keine „Single“-Speisen.

Die Feedback-Kultur ist auch eher im Umfeld des Abendessens angesiedelt als in der Agentur. Feedback oder Kritik wird allgemein erst geäußert, wenn man schon leicht beschwipst ist. Das hat den Hintergrund, dass man den Alkohol vorschützen kann, wenn die Kritik dann doch mal schärfer ausfällt. Korea ist allgemein strukturell hierarchischer als Deutschland aufgebaut. Das sieht man besonders gut, wenn andere Unternehmen essen gehen: Der Chef zahlt zwar, aber wenn er den Löffel weg legt, dann muss es der Rest ihm gleich tun – auch wenn man noch Hunger hat. Zum Glück war das bei uns nicht so!

Den Culture Schock hatte ich mir größer vorgestellt. Klar, Seoul ist eine Weltmetropole und man findet sich im Großen und Ganzen gut zu Recht. Nicht so wie in Tokyo, das ich auch eine Woche erleben durfte. Da bin ich gleich mal in Shinjuku verloren gegangen. Lost in Translation lässt grüßen…

Der Blogbeitrag auf W&V.

Der Spagat zwischen Moderne und Tradition – Ein etwas anderes Meeting in Tokyo

Konnichiwa.

Mit mittlerweile 18 Standorten in der ganzen Welt (München, Hamburg, Paris, Zürich, Wien, Dubai, London, Madrid, Mailand, New York ,Tokyo, Singapur, Hong Kong, Shanghai, Beijing, Seoul, Mumbai, Sydney) und über 580 Mitarbeitern bildet Plan.Net | Profero eines der größten unabhängigen digitalen Werbe-Netzwerke der Welt.

Mittlerweile profitieren viele Kunden von den Synergie-Effekten der Gruppe: Plan.Net | Profero betreut internationale Marken wie bspw. Lufthansa, Western Union, FedEx, Regus, SWISS, BMW und Johnson & Johnson. Weiterlesen