Für seinen Job brennen

Julia Schweizer

Julia Schweizer

Head of Recruiting, Serviceplan

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Hallo, mein Name ist Julia Schweizer und ich bin Head of Recruiting bei Serviceplan, Europas größte inhaber- und partnergeführte Agenturgruppe mit Hauptsitz in München. Auch wenn ich heute nach den begehrtesten Köpfen für unsere Agenturen suche, habe ich keinen klassischen HR-Weg hinter mir. Nach meinem Kommunikationswirt bei der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing in München, habe ich im ganz „normalen“ Agenturalltag als Kundenberater bei verschiedenen Werbeagenturen gearbeitet.

Seit Sommer 2011 bin ich bei Serviceplan – ich selbst bin allerdings gar nicht auf die Idee gekommen, mich als Recruiter zu bewerben. Hier hat mir mein – schon damals sehr umfangreiches – berufliches Netzwerk geholfen. So kam es, dass mich der damalige Chef der Serviceplan HR ansprach, weil er über gemeinsame Kontakte auf mich aufmerksam geworden war. Das Angebot hat sich toll angehört – und sich vor allem richtig angefühlt. Eine Woche nachdem ich den Vertrag unterschrieben hatte, saß ich schon in meinem neuen Büro. Das zeigt: In meinem Job ist es besonders von Vorteil, viele Leute zu kennen und Networking zu betreiben.

Meine Aufgabe als Recruiter ist es, offene Positionen mit geeigneten Personen zu besetzen. Über Karrierenetzwerke wie LinkedIn suche ich mögliche Kandidaten, die auf die Stellenbeschreibung passen könnten und spreche sie persönlich an – das ist mir ganz wichtig. Ich möchte die Person besser kennen lernen und versuchen, ein ganzheitliches Bild zu bekommen. Hat die Person Kinder, wo ist ihre Heimat, würde sie für den Job umziehen? All diese Details geben mir ein besseres Bild der Menschen und können letztendlich darüber entscheiden, ob der oder diejenige zum Team und zum Job passt.

Meine Recruiting Tätigkeit hat viel damit zu tun, sich in Menschen hineinzuversetzen; herausfinden, wie sie ticken, was sie bewegt und motiviert. Ich nehme mir unheimlich gerne die Zeit, die Leute genauer kennen zu lernen, ihnen Tipps zu geben, woran sie noch arbeiten können oder in welchen Branchen und Bereichen sie vielleicht besser aufgehoben wären. Auf der anderen Seite ist es mir aber ein persönliches Anliegen im Interview mit potentiellen Kandidaten ehrlich und authentisch zu bleiben. Ich möchte niemanden frustrieren, indem ich Dinge verspreche, die die Agentur nicht halten kann. Jeder sollte ein realistisches Bild davon bekommen, was ihn erwartet.

In meinem Job habe ich das Glück, viele interessante Menschen zu treffen. Ein absoluter Glücks-Moment ist es dabei, wenn ich – auch Jahre später – das Feedback bekomme, dass ich die Leute perfekt einschätzen und ihnen so vielleicht zu ihrem Traumjob verhelfen konnte. Wenn ich genau die richtige Person für eine bestimmte Stelle gefunden habe – das ist großartig.

 

Dieser Beitrag ist auf www.linkedin.com erschienen.

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