Ich und mein iPad

I like iPad

I like iPad

Ich und mein iPad, mein iPad und ich, ob das jemals was wird, dachte ich mir beim Auspacken des schicken Dinges.

Soviel vorweg: Ja es wurde was, wir sind sogar beste Freunde geworden.

Als ich Mitte April, gut sechs Wochen vor dem Verkaufsstart in Deutschland mein Modell in den Händen hielt, konnte ich die an Hysterie angrenzende allgemeine Vorfreude nicht ganz verstehen. Das iPad stellte für mich kein „Must Have“ dar, war ich doch in Sachen digitales Spielzeug bereits bestens ausgestattet: iPhone, Google Phone, diverse Laptops, PSP, etc. Rund um die Uhr online bin ich selbstverständlich auch und damit umfassend versorgt.

Mein erster Eindruck nach ein paar Minuten rumspielen bestätigten dann auch meine Annahme, ich hätte bereits alles was ich bräuchte. Das iPad wirkte auf mich einfach nur wie ein großes iPhone – ohne telefonieren zu können. Wer braucht so etwas?

Nach intensiverer Nutzung wurde mir jedoch klar, dass das iPad etwas wirklich Neues ist, eine Innovation, die unsere digitalen Konsumgewohnheiten nachhaltig verändern wird. Es ersetzt weder Smartphone, PC oder Laptop sondern ergänzt als erste gelungene Umsetzung der Gattung „Tablet“ die Zugangsmöglichkeiten zur unbegrenzten Vielfalt der virtuellen Welt. Somit entsteht eine komplett neue Art und Weise digitale Inhalte zu konsumieren.

Ich versuche nun diese mutige Vorhersage anhand meiner bisherigen Erfahrungen mit dem iPad nachvollziehbar zu machen:

So sitze ich beispielsweise entspannt auf dem Sofa, in Marketingsprache auch „Lean Back Position“ genannt, und surfe mit dem iPad in meinem Facebook Account. Diesen hat mir die App Soblees im Stil einer Tageszeitung aufbereitet … sehr cool. Videos die Freunde gepostet haben, kann ich mir sofort in bester Qualität und auf einem großen Screen auf YouTube ansehen.

Vor kurzem bin ich sogar völlig unbewusst über 1 Stunde auf YouTube unterwegs gewesen, das ist mir schon ewig nicht mehr passiert. Am Desktop-Rechner ist das irgendwie unbequem, ich sitze ja im Office schon recht lange. Mit meinem Laptop auf dem Schoß nervt es auch ziemlich schnell, Kauerstellung einnehmen, das Ding auf den Knien balancieren, dann wird es irgendwann recht warm.
Vor allem wenn man nicht alleine auf dem Sofa sitzt macht der Genuss von Internetinhalten mit dem iPad richtig Spaß, man kann es ganz einfach weitergeben, wie eine Zeitung, oder durch die Größe auch gut zu zweit reinschauen; Unterhaltung teilen macht einfach mehr Spaß.
Während der abendlichen TV Unterhaltung mal schnell nach mehr Infos zu einem Thema googeln, auch das geht mit dem iPad hervorragend, es ist immer an und sofort online.

Das iPad ist durch seine Form und Verarbeitung optimal für die flexible und mobile Verwendung geeignet; klein, leicht, sehr stabil, mit einem starken Akku. Es ist einfach genial geeignet um damit relaxt zu konsumieren, egal ob Film, Text, Spiele….

Darüber hinaus bin ich mir sicher, dass das iPad neue Zielgruppen ans Internet heranführen wird. Mein Sohn (3 ½ Jahre) kann es problemlos bedienen, entsperren und Apps suchen ist für ihn auch kein Problem. Er sagt, dass er auf dem iPad einfach mehr Platz zum Spielen und Zeichnen hat und seine Pixar Filme besser aussehen als auf dem iPhone. Vor kurzem hat er seiner Oma (75) erklärt, wie sie darauf Fotos und Videos ansehen kann, und sie hat es sogar verstanden. Dies an einem klassischen PC zu versuchen wie das geht, Maus nehmen, Ordner öffnen, Linksklick auf Bild, Dia Show starten, … No Chance!

Viele Zweifler werden jetzt mit fehlendem USB Port, fehlender Kamera, etc. gegenhalten. Ja, da haben sie alle recht, aber wartet mal auf die kommenden Generationen. Zur Erinnerung, das erste iPhone war eigentlich eine Frechheit und vom ersten iPod möchte ich gar nicht sprechen.

Apple hat es mit dem iPad einfach mal wieder verstanden etwas Hochkomplexes, in diesem Fall das Internet und alles was es Drumherum zu entdecken gibt, sehr benutzerfreundlich zu verpacken.
Viele Hersteller werden diesem Trend folgen, analog zu der Entwicklung nach dem iPhone, dessen Bedienkonzept immer noch als wegweisend gilt und en masse kopiert wird. Tablets schließen die Lücke vom Smartphone zum PC. Anders als bei einem Smartphone muss ich mich aber bewusst auf die Nutzung einlassen, es nehmen und mich hinsetzen. Das Smartphone nutzt man oft im Verborgenen oder nebenbei. Lange Texte, Recherchen oder Bildbearbeitungen sind aktuell am Rechner mit Tastatur und Maus komfortabler. Aber alles andere mache ich deutlich leichter und lieber mit meinem neuen besten Freund, dem iPad.

2 Antworten
  1. Lars Wichert
    Lars Wichert says:

    Das ist der erste vernünftige Blogbeitrag zum iPad. Entweder wird das Teil gehyped oder verdammt. Und ich muss jetzt wohl doch mal darüber nachdenken ob ich mir (obwohl ich der Meinung bin es nicht unbedingt zu brauchen) dann doch eins anschaffen werde…

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Jahren gescheitert. Meine Meinung und Einschätzung zum jüngsten Apple Spross, dem iPad, kann man hier nachlesen, ich sage nur so viel: Genial! Die Jungs in Cupertino machen vieles richtig, soviel steht mal […]

Kommentare sind deaktiviert.